Met – selbst gemacht

Met selbst gemacht

Ich beschäftige mich schon seit ein paar Jahren mit der eigenen Met Herstellung. Das Problem bei der Sache ist, man findet im Internet entweder Einsteigertipps die einem nicht wirklich helfen um einen schmackhaften Honigwein herzustellen, oder man wird zugeschüttet mit Formeln und Herangehensweisen die nur einem Großbetrieb zur Verfügung stehen. Das alles passt für den Hobby Reenactor, der mal seinen eigenen Met herstellen will, natürlich nicht. Wenn man dann auf den Geschmack gekommen ist, kann man natürlich auf die professionellere Schiene wechseln.

Zunächst muß man eines Wissen: Die Herstellung von Wein ist ein Ausbildungsberuf und wird auch als Studium angeboten! Deshalb sollte sich der engagierte Selbstversorger von dem Trugbild trennen, sämtliche Zutaten zusammen zu kippen, und heraus kommt ein super leckerer Wein. Das wird ohne ein wenig Fach- / Basiswissen nichts.

Die Hobby-Metbrauer kann man wahrscheinlich in drei Lager aufteilen. Die Fraktion der traditionellen, die den Met nach alter Herangehensweise herstellen, also in offenen Gärbehältern und mit teilweise wilden Hefen, die Fraktion der Engagierten, die ihren Met nach allen Regeln des Handwerks herstellen wollen, und die wahrscheinlich größte Fraktion, die, der Sparfüchse. Diese wollen einen Met herstellen ohne große Ausgaben tätigen zu müssen. Hier spielt die Qualität der Zutaten eine eher untergeordnete Rolle und das Hauptaugenmerk liegt eher auf dem Endalkoholgehalt.

In welche Kategorie man sich einfügen will, soll jeder selbst entscheiden. Ich zähle mich jedoch zu den Engagierten. Dies gilt es zu beachten, wenn man meine Rezeptvorschläge liest.

Das Basisrezept.

Auf diesem Rezept sind fast alle meine Met hergestellt worden. Ich stelle hier keine exakten Maßangaben herein, da diese sich je nach Ansatzgröße unterscheiden. Grundsätzlich gilt bei allen Zutaten: Je höherwertiger, desto besser! Und nicht alles aus dem Supermarkt.

Honig – Am besten direkt vom Imker um die Ecke. Sonst geht auch immer Deutscher Imkerbund. (Support your local Heroes!)

Apfelsaft, Naturtrüb – schaut euch in der Nachbarschaft um, irgendwer hat immer einen Apfelbaum der zufällig viel zu viele Äpfel dran hat.

Reinzuchthefe, Hefenährsalz und Ausgleichssäure, evtl. Zucker zum Nachsüßen.

Was braucht man jetzt und wieviel?

Für einen 10 Liter Ansatz empfiehlt sich 4 Kg. Honig, 2 Liter Apfelsaft und Wasser. Die 4 Kg. Honig werden erwärmt und mit 6 Liter Wasser vermischt. Dann in den Gärbehälter geben und den 1,5 Liter Apfelsaft hinzugeben. Die restlichen 0,5 Liter brauchen wir für den Gärstarter.

Das ergibt schon einen vernünftigen Basismet. Der Apfel bringt eine leichte Frische in den Met. Ohne ihn, würde es einfach nur fürchterlich süß schmecken.

Für die Notwendigen Feinheiten und Basics googelt mal Fruchtweinkeller. Eine super Informative Seite, die einem eigentlich alles für den Anfang vermittelt.